Samstag, 14. Juni 2014

Tag 015: Ein Hundeleben

Der Tag beginnt mit einem bombastischen Frühstück mit alleine 7 unterschiedlichen Sorten an frischem Obst.
Der Himmel ist teilweise wolkenverhangen, was für angenehmere Gehbedingungen sorgt.
Zuerst geht es unter der Eisenbahntrasse und dann unter der Autobahn hindurch. Im Ort sind die Markierungen mau, aber meine elektronischen Helferlein weisen den Weg, auch wenn ich irgendwann an der Roßalm ...


... festellen muß, daß nun erstmals Wanderführer, Papierkarte und Wegweiser in der Realität einerseits und elektronisches Wanderwegenetzoverlay und Südalpenweg-Track andererseits systematisch auseinanderliegen. Um genau zu sein, um 76: Ich bin auf dem Weg 679 unterwegs und nicht auf der 603.
Egal, Nummern sind Schall und Rauch, die 150 Extrahöhenmeter werde ich überleben, meine Variante dürfte die schönere gewesen sein und an der wirklich urigen Bertahütte kommen die beiden Weg sowieso wieder auf den Hund - äh - zusammen:


Nachdem es schon nach Mittag ist, stärke ich mich etwas mit Getränk und Suppe, wobei die Suppe schon die Schau ist: Da bekommt man ganze Terrine voll mit Deckel und Schöpfer.
Nach meinen 3 Tellern Fritattensuppe bin ich eigentlich wieder abmarschbereit, als ich mit den beiden Saisonaushilfen ins Gespräch komme. Der eine ist 6 Monate aus dem Job mit dem großen Hund ausgestiegen, hilft jetzt auf der Hütte und will im Herbst mit dem Hund zum Bodensee zurück laufen. Bis dahin scheint sich sein Vierbeiner dort gut zu amüsieren. Der andere erzählt von geplanten verrückten Abenteuern in Schweden mit Essen in Kisten vergraben und völliger Wildnis - Da komme ich mir ja fast wie Pauschalurlauber mit meinem kleinen Projekt vor ;-)
Zwischenzeitlich fachsimpeln wir noch etwas über GPS-Geräte, Satelittenkommunikation, anderen Outdoorkram und München-Venedig. Apropos, noch ein wichtiger Hinweis an den Herren mit der Pfeife: WENN du das irgendwann mal machst und ja von Geocaching sprachst, DANN ist GC1FPN1 natürlich Pflicht ! - Ein Gruß an den Owner an dieser Stelle sei mir erlaubt ...

Von der Bertahütte bergab, hoffe ich mal, daß mir die halbe Stunde nettes Ratschen heute nicht noch eine kalte Dusche beschert.

Zwischen dem Martinihof und meinem heutigen Ziel, dem Baumgartnerhof mit genialem Ausblick auf Ruine und Faaker See, fängt es dann wirklich leicht zu nieseln an. Aber erstmal nur für ein paar Minuten. Das deutlich beschleunigte Tempo - Sportler würden jetzt evtl. von Schlußspurt sprechen - bringt mich aber noch rechtzeitig ins Trockne.


Der Gasthof liegt übrigens auch direkt am Alpe-Adria-Trail, der ja gerade sehr in ist, auch wenn ich bisher noch keine kreuzenden Weitwanderer hier wahrnehmen konnte.

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