Mittwoch, 9. Juli 2014

Tag 040: Waalfang im Vinschgau

Den modernen Zeiten mit den chemischen Wunderwerken der Synthetik sei Dank: Alle meine Klamotten sind trocken, einzig der Rucksack ist im unteren Bereich noch feucht.

Es regnet nicht mehr und bis Mittag soll laut Wirt der wolkenverhangene Himmel die Schleusen dicht halten.

Ich steige ab bis zum Tiroler Kreuz, wo ich bei einer kleinen Pause ungläubig das 7:1-Resultat des Halbfinals Deutschland - Brasilien zur Kenntnis nehme. Auf der Hütte war ich ja kommunikationstechnisch ziemlich von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, andererseits hätte ich eh nicht bis spät in die Nacht (also nach 22:00) durchgehalten.

Nachdem ich nun oberhalb von Meran quasi 3 Stockwerke tiefer unterwegs bin als sonst begegnen mir Unmengen von Menschen auf Tagesausflügen im Südtirolurlaub - ich hatte schon immer geahnt, es müsse doch Urlaubszeit sein.

Auf Waalwegen geht es am Hang entlang gen Westen ins Vinschgau, zwischen Texel- (wo ich herkomme) und Ortler-Gruppe (wo ich hin will).

Wegen der instabilen Wetterlage und dem vielen Altschnee geht meine Umgehung nun noch etwas durchs Tal.

Immerhin ist auch ein Lichtblick zu erkennen:



Beim Abendessen manifestiert sich noch eine ganz andere Erkenntnis: Guten Schinkenspeck haben die Südtiroler ja, aber auch mit den Feigen dazu, geht ihnen einfach das richtige Dressing dazu ab. Sie haben's also in manchen Dingen schlicht nicht drauf - mal die Bodenkontrolle auf Entwicklungshilfe vorbei schicken ...



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